Im November 2021 war ich mit Namibia-Freunden das 1. Mal allein mit einer Gruppe in diesem wunderschönen Land unterwegs. Das heißt, nicht ganz allein, Fritz war dabei. Fritz ist Namibier und ein langjähriger Freund. Kennen- und schätzen gelernt haben wir uns auf einer meiner zahlreichen vorherigen Reisen durch Namibia. Fritz wurde unser lokaler Guide vor Ort und bereicherte unsere Tour mit seinem unerschöpflichen Wissen über Land & Leute.

Wir waren mit insgesamt 6 Allrad-Fahrzeugen unterwegs. Manche Reisefreunde sind begeisterte Selbstfahrer und schätzen die Privatheit im eigenen Auto. Denen, die im Urlaub mal nicht selbst hinter dem Steuer sitzen wollten, bot sich die Mitfahrgelegenheit in einem der beiden Reiseleiterfahrzeuge.
Am Tag der Autoübernahme in Windhoek und kurzen Fahrt zum Hotel, einem Stadt-Spaziergang mit Helga- inklusive einer luftigen Überraschung- endete dieser Tag im legendären Joe’s Beerhouse.
Am nächsten Tag ging es Richtung Keetmanshoop mit Zwischenübernachtung in der exklusiven Bagatelle Lodge. Ich hatte die Strecken verkürzt, so dass niemand beim ungewohnten Linksverkehr überfordert wurde und ausreichend Zeit blieb, die Gastfreundschaft der Lodges und die Umgebung zu genießen.
Beim nächsten Stopp auf der Nolte Farm, durften wir hautnah der Gepardenfütterung beiwohnen. Wir wanderten durch den Spielplatz der Riesen, einer unglaublich faszinierenden Steinformation, welche, aller physikalischen Gesetze zum Trotz, noch nicht eingestürzt sind. Den Abend krönten der Sonnenuntergang bei den Köcherbäumen und das schmackhafte Abendessen der Farmersfrau.
Tags darauf ging es auf zum Fish-River-Canyon, dem wohl 2. oder 3. größten Canyon der Welt – darüber wird noch gestritten. Die meisten meiner Reisefreunde kannten den Canyon schon von einem früheren Tagesausflug her, aber 2 Nächte direkt an der Canyon-Kante zu schlafen, war dann doch schon ein ganz anderer Wow-Effekt. Für die Anfahrt lernten wir die dafür empfohlenen 4×4 Fahrzeuge wirklich zu schätzen.
Auf dem Weg ( oder auf Pad-wie man auf namibisch sagt ) zu unserem nächsten Ziel der Dambis Farm bestaunten wir die „Alte Kalkofen Lodge“ und es gab Erklärungen von Fritz zur Funktionsweise eines alten Kalkofens, welcher da etwas verfallen, aber durchaus noch imposant, am Wegesrand stand. Und die „Alte Kalkofen Lodge“ kam sofort auf die Wunschliste, einmal dort zu übernachten.
Unvergesslich der herzliche Empfang durch die Familie Gaukler auf der Dabis Farm. Der Hausherr selbst, machte mit uns eine überaus spannende Tour über das riesige Farmgelände und gab exklusive, filmreife Einblicke in eine uns fremde Welt seines Farmbetriebes unter Extrembedingungen. Und es funktioniert! Als krönenden Abschluss gab es ein leckeres BBQ.
Als weiteren Höhepunkt unserer Reise kamen wir an Tag 7 nach einer Schloss-Besichtigung und der liebgewordenen Apfelkuchen-Pause bei Jochen auf der Farm Duwisib in die Sossusvlei-Region. Dort gibt es die spektakulärsten Dünen der Welt und wir hatten Gelegenheit 2 Nächte im Le Mirage Resort zu verbringen. Die wüstenschlossähnliche Lodge liegt nur 21Km vom Sesriem-Tor entfernt und bot uns beste Voraussetzungen für unseren Trip ins Sossusvlei und den Sesriem Canyon.
Nach so viel Sand, war die Stadt Swakopmund als nächster 2-Tages-Aufenthalt eine willkommene Abwechslung unserer Reise. Die hübsche Stadt am kalten Atlantik wirkt wie ein deutsches Seebad aus alten Zeiten und lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Wir nutzten die Gelegenheit ausgiebig und auch ein abendlicher Besuch im Brauhaus war ein Muss. Mit ihrem urgemütlichen Charme wirkt die Kultgaststätte wie ein Stück Heimat in der Fremde.
Nicht unerwähnt lassen, darf ich natürlich die legendäre „Pelikantour“ in der Bucht vom benachbarten, eher britisch geprägten Walfishbay. Die habe ich selbst schon sehr viele Male mitgemacht und es ist jedes weitere Mal ein tolles Erlebnis, wenn Robben und Pelikane an Bord des Katamarans kommen. Es heißt manch anderer kommt nur wegen der frischen Austern und des südafrikanischen Sektes, den es auf der Fahrt gibt.
Am nächsten Tag stand ein Besuch der Spitzkoppe, dem „Matterhorn Namibias“ auf dem Programm. Mit 1723 m Höhe und interessanter Umgebung lag sie auf dem Weg zu unserem nächsten Tages- und Übernachtungsziel, der Omandumba Gäste-Farm. Dort zeigte uns Fritz die uralten Felsmalereien und wir wurden von Barbara mit außergewöhnlichen Köstlichkeiten verwöhnt. Hat jemand von Euch schon mal Giraffe gegessen?
Von Omandumba aus fuhren wir weiter in die Region Kunene zur Vingerklip-Lodge. Traumhaft gelegen war sie für 2 Nächte als Reiseausklang und Entspannung gedacht. Unvergessen dort, unser Abendessen hoch oben im Eagles Nest auf einem Felsplateau mit atemberaubenden Panoramablick.
Als Rückweg nach Windhoek nahmen wir nicht die schnellere Teerstraße, sonder Fritz führte uns über den Erindi- Nationalpark, wo alle Tierfreunde nochmal richtig auf ihre Kosten kamen. Elefanten, Giraffen & Co waren angetreten, um unseren Heimweg einzigartig zu machen. Wir hatten es ja nicht eilig, sondern noch eine weitere Übernachtung im Hilton von Windhoek geplant.
Am nächsten Abend mussten wir leider schon wieder nach Hause fliegen…….
Es wird gesagt: Wer einmal in Namibia war, kommt immer wieder Für mich persönlich trifft das auf unzählige Male zu. Speziell diese Tour haben wir mehrfach wiederholt und ausnahmslos alle waren begeistert von diesem einzigartigem Land.




